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Capello verzichtet auf Beckham

31 Jan

Autor: Pavel Matousek - Kategorie: News

Trotz aller Bemühungen seinerseits wird es für David Beckham auch unter dem neuen Trainer schwierig ins Kader der Englischen Nationalmannschaft zu gelangen.

Beckham
Beckham hier noch als Kapitän Englands.

[Bild: art-of-football.blogspot.com]

Im heute veröffentlichten 23-Mann Aufgebot für das Länderspiel gegen die Schweiz vom nächsten Mittwoch sucht man „Becks“ vergeblich. Der 32-Jährige von Los Angeles Galaxy hält sich zur Zeit beim FC Arsenal fit und wollte nächste Woche unbedingt sein 100. Länderspiel absolvieren. Bisher traf Beckham in 99 Einsätzen 17 mal für die „Three Lions“. Der Italienische Coach hegt jedoch Zeifel an seiner Fitness, da die Major League Soccer erst im Frühling wieder beginnt und Beckham seit November keinen Ernstkampf mehr bestritt. Fabio Capello war es auch, der Beckham bei Real Madrid aus dem Kader strich, ihn später aber wieder zurückholte. Schon unter dessen Vorgänger Steve McLaren wurde der Mittelfeldspieler aus dem Kader verbannt und erst kurz vor Ende der Qualifikation zur Euro 2008 wieder nominiert.

Für David Beckham wird es nun ganz schwierig, sich mit Top-Leistungen in Übersee für einen Platz in der Nationalmannschaft zu empfehlen. Die Engländer werden die WM-Quali ziemlich sicher ohne den Londoner beginnen, doch wenn’s wieder nicht läuft kommt er vielleicht doch noch zu seinem 100. Länderspiel.

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Capello neuer Coach von England?

13 Dec

Autor: Donat - Kategorie: News

Fabio Capello

Fabio Capello [Bild: goal.com]

Laut dem Onlineauftritt von Eurosport ist die Wahl um die Besetzung des Trainerpostens der englischen Nationalmannschaft entschieden. Der Italiener Fabio Capello wird aller Ansicht nach Nachfolger von Steve McClaren, welcher nach der verpassten EM-Qualifikation umgehend entlassen wurde.

Capello hielt gestern in London ein ausführliches Gespräch mit Verbandsvertretern. Die Laufzeit des Vertrages soll bis zur WM 2010 gehen, mit einer Option für zwei weitere Jahre. Das Gehalt wird laut “Daily Mail” rund 8.4 Millionen Euro betragen, damit wäre er der bestverdienende Nationaltrainer der Welt.

Ob Capello Erfolg haben wird steht in den Sternen, sein Palmarés indes kann sich sehen lassen:

  • 7 italienische Meistertitel (4 mit Milan, 1 mit dem AS Rom, 2 mit Juventus)
  • 4 mal die italienische Supercoppa (3 mit Milan, 1 mit dem AS Rom)
  • 1 UEFA Champions League (Milan)
  • 1 Europäischer Supercup (Milan)
  • 2 spanische Meistertitel (Real Madrid)

[Quelle: Wikipedia]

Allerdings wird zu Beginn vor allem sein Können als Psychologe im Vordergrund stehen, denn momentan brauchen die Engländer wieder einen freien Kopf um die Leistung abrufen zu können, zu der sie fähig sind. Denn die Spieler im Kader haben durchaus internationele Klasse, nennt man Namen wie John Terry, Joe Cole, Frank Lampard, Steven Gerrard, Michael Owen und andere. Sie müssen als Nationalmannschaft ihr Selbstvertrauen wieder erneuern, dass sie nach den Misserfolgen verloren haben. Ich vermute, dass Capello als Trainer mit Rang und Namen durchaus seine Chance hat

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Die EM-Qualifikation ist entschieden

22 Nov

Autor: Donat - Kategorie: EM, News

EM 2008 ohne England

Die Türkei, Schweden, Portugal und Russland haben sich die verbleibenden Tickets in die Alpen geschnappt. Sensationell ausgeschieden ist England, das zuhause gegen Kroatien 2:3 verlor und Russland in der Tabelle Platz 2 überlassen musste. Als Konsequenz wurde Steve McClaren als Coach bereits entlassen.

Die Reaktion der Englischen Presse

Die Reaktion der englischen Presse. [Bild: www.zdf.de]

Das Spiel auf dem vom tagelangen Regen durchnässten Wembleyrasen begann für die Engländer gar nicht schlecht, man merkte, dass sie sich den zur Qualifikation nötigen Punkt unbedingt holen wollten. Doch schon in der achten Minute folgte die erste kalte Dusche. Der Kroate Kranjčar wurde im Mittelfeld nicht attackiert und feuerte aus 35 Metern einen harten, trockenen Schuss auf das Tor, das zum zweiten Mal von Aston Villas Scott Carson gehütet wurde (das erste Mal am Wochenende gegen Österreich, wo er nicht geprüft wurde). Zum Entsetzten der britischen Anhänger liess Carson den kurz vor ihm aufgesetzten Schuss unbeholfen ins Netz passieren. Die Reaktion der Engländer auf diesen Rückschlag war aber vorbildlich, sie legten einen Zacken zu und kamen nach schnellem Zusammenspiel im Mittelfeld zu Chancen. Die beste davon vergab Wright-Phillips von Chelsea, der den Ball im Strafraum von Peter Crouch zugespitzelt bekam, aber aus halbrechter Position nicht verwerten konnte. In der 14. Minute konnten sich die Kroaten von der Umklammerung lösen. Mit einem Befreiungsschlag aus der Abwehr und zwei Kopfbällen wurde das Mittelfeld schnell überbrückt. Eduardo konnte den Ball Richtung Strafraum tragen, nur zaghaft von drei Verteidigern angegriffen spielte er den Ball ideal in den Lauf von Olić, der keine Mühe hatte das 0:2 zu erzielen. Jetzt wussten die Briten nicht mehr wie ihnen geschah, ihr Spiel war nun nicht mehr zusammenhängend und trotz Willen und Einsatz gelang ihnen bis zur Pause nichts mehr, was die Kroaten hätte in Bedrängnis bringen können. Die Kroaten ihrerseits, wahrscheinlich selbst etwas überrascht von der Führung, konzentrierten sich vor allem auf die solide Defensive.

Nach der Pause war wieder mehr Ordnung im Spiel, doch die Engländer zeigten keine Ideen, viel zu oft spielten sie den langen Ball auf den Zweimetermann Crouch, der zwar fast alle Bälle erreichte, aber kaum etwas damit anzustellen wusste, auch weil sich die Mitspieler nur mässig freiliefen. Im Mittelfeld störten zudem die Kroaten erfolgreich, besonders der wendige Luka Modrić machte ein sensationelles Spiel und gewann fast alle Zweikämpfe. Nach 56 Minuten erhielten die Engländer einen schmeichelhaften aber berechtigten Elfmeter zugesprochen, das Leibchenhalten des kroatischen Verteidigers, bei einem hohen, aber ungefährlichen Freistoss, war unnötig und offensichtlich. Frank Lampard verwandelte und brachte die Hoffnung ins ausverkaufte Wembley zurück. Die „three lions“ hatten in der Folge deutlich mehr vom Spiel und spielten kompromisslos nach vorne, denn es war immer noch ein Tor von Nöten. In der 65. Minute kam der Ball nach einer Eroberung im Mittelfeld zum eingewechselten Beckham, der den Ball zur Mitte flankte. Peter Crouch nahm dieses Zuspiel aus vollem Lauf mit der Brust an und setzte den Ball direkt mit seinem rechten Fuss in die Maschen, ein sensationelles Tor des Stürmers vom FC Liverpool, welches die Reise in die Alpen doch wieder sehr konkret erscheinen liess. Doch unmittelbar danach reagierten die Kroaten vehement. Den ersten Versuch konnte der allgemein überforderte Bridge unterbinden, allerdings hätte er beinahe ein Eigentor fabriziert, seine Intervention vor Stürmer Olić landete auf der Lattenoberkannte. Der anschliessende Eckball führte zu einem starken Kopfball, den Torhüter Carson gerade noch parieren konnte. Nach dieser Shockminute kehrte für zehn Minuten Ruhe ein, ehe Kroatien wieder einen Angriff über links lancierte. Der Ball kam zum eingewechselten Mladen Petrić (ex FCB, GC) der aufgrund erneut zu zaghafter Gegenwehr aus 25 Metern präzise schoss und traf. Auf dieses Tor hatten die Engländer keine Antwort mehr, bis auf eine verpasste Möglichkeit Darren Bents, und müssen so nach 1984 wieder an einer EM-Endrunde zuschauen.

Mitbegründet werden kann diese Niederlage natürlich auch durch die verletzungsbedingten Absenzen mehreren Leistungsträger. Die Verteidigung hiterliess nicht den sichersten Eindruck, mit Terry und Ferdinand hätte das sicher anders ausgesehen; die Tore zwei und drei der Kroaten wären durch bessere Defensivarbeit sicherlich zu verhindern gewesen. In der offensive fehlten Rooney und Owen die die Kroaten wahrscheinlich mehr hätten unter Druck setzten. Der englische Fussballverband hat jedenfalls schon die erwartete Konsequenz gezogen und den Coach Steve McClaren entlassen. Die englische Presse fleht nach Jürgen Klinsmann, die Fans sähen gerne José Mourinho als Nachfolger. Ob sich einer von ihnen auf dieses Amt einlässt, wird sich noch zeigen. Erst müssen die Spieler und das Volk mit dieser Niederlage fertig werden.

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