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Benaglio Kuhns Nummer 1

05 Feb

Autor: Hans - Kategorie: EM, News

Heute Mittag ist die Entscheidung in der Torhüterfrage in der Schweizer Nationalmannschaft fürs Erste gefallen. Nationaltrainer Köbi Kuhn hat Diego Benaglio für das morgige Länderspiel gegen England aufgestellt und ihn damit als seine Nummer 1 für die EM 2008 nominiert. Kuhn entscheidet sich somit gegen seinen langjährigen Stammtorhüter Pascal Zuberbühler und für die Jugend.


Benaglio bei einem Länderspiel

[Bildquelle: news.ch]

Köbi Kuhn hatte sich nach eigenen Aussagen Ende letzten Jahres definitiv entschieden, wer seine Nummer 1 für die EM werden sollte. Vieles hatte auf Pascal Zuberbühler hingedeutet, der an der WM 2006 bis auf das Penaltyschiessen gegen die Ukraine ohne Gegentor geblieben war, doch schlussendlich kam alles anders. Kuhn hat den Jüngste im Bunde ausgewählt um an der EM im eigenen Land das Schweizer Tor zu hüten. Der 24-Jährige Benaglio hatte erst kürzlich seinen Wechsel in die Bundesliga zum Vfl Wolfsburg vollzogen und damit vielleicht Köbi Kuhn den letzten Anstoss zur Entscheidung gegeben. Der Nationaltrainer begründete seinen Entscheid folgendermassen: “Ich will mehr auf die Jugend setzen. Diego hat international viel Erfahrung sammeln können. Und obwohl er noch jung ist, strahlt er schon viel Ruhe aus.” [Quelle: Heute] Kuhn schlägt damit ähnliche Töne an wie Felix Magath, Benaglios Trainer bei Wolfsburg, der ebenfalls die Ruhe und Ausstrahlung des noch jungen Torhüters besonders hervorgehoben hatte. Wie die Konkurrenten Benaglios, Zuberbühler und Fabio Coltorti, die Entscheidung aufgefasst haben, kann man bisher nicht genau sagen, doch Kuhn hat durchblicken lassen, dass vor allem der ehrgeizige Zuberbühler sehr enttäuscht war, da er gehofft hatte seine Karriere mit der Heim-EM als Höhepunkt zu beenden. Köbi Kuhn hat jedoch auch erneut betont, dass diese Nominierung kein Freipass für Benaglio sei und dass er sich nicht allzu viele Fehler erlauben dürfe, da es sich die Schweizer Nationalmannschaft nicht leisten kann mit einem verunsicherten Torhüter die EM zu bestreiten.

Mutige Entscheidung

Meiner Meinung nach hat Köbi Kuhn mit der Nominierung Benaglios eine sehr mutige und auch gewissermassen unerwartete Entscheidung getroffen. Der Nationaltrainer war in der Vergangenheit nicht gerade bekannt dafür langjährige Leistungsträger einfach so fallen zu lassen (das Beispiel Johann Vogel war ein erster Widerspruch dieser Einschätzung). Wenn man aber etwas genauer hinschaut, kommt die Entscheidung nicht so überraschend wie man im ersten Moment glaubt. Benaglio hat in Portugal über einen langen Zeitraum konstant sehr solide Leistungen erbracht und hatte nur das Pech, dass die portugiesische Liga hierzulande kaum Aufmerksamkeit geniesst. Das hat sich aber mit dem Wechsel zu Wolfsburg, wo er einen überaus geglückten Einstand feierte, geändert. Benaglio galt allgemein als der talentierteste des Trios und kriegt nun eine Chance den Lorbeeren gerecht zu werden. Pascal Zuberbühlers Zeit war wohl in Köbi Kuhns Augen definitiv abgelaufen, worin ich den Nationaltrainer nur bekräftigen kann. Der lange Thurgauer hätte nach der WM 2006 seine Nationalmannschaftskarriere auf dem Höhepunkt beenden sollen. Gegen Fabio Coltorti sprach die Unregelmässigkeit seiner Einsätze. Dank der Verletzung des Stammgoalies von Santander kam er zwar in den letzten Wochen regelmässig zum Einsatz, doch sobald die Nummer 1 des spanischen Vereins wieder zurückkehrt, wird Coltorti voraussichtlich wieder auf der Bank Platz nehmen müssen und Kuhn hat von Anfang an betont, dass nur zur EM fährt, wer im Verein auch spielt. Und da Köbi National die Verjüngung der Mannschaft in seiner Amtszeit intensiv vorangetrieben hatte, war es nur konsequent, dass er diese Entwicklung endlich auch auf dem Torhüterposten vollzog. Diego Benaglio gehört die Zukunft und er kann, wenn die Umstände es so wollen, noch viele Jahre Stammgoalie der Nationalmannschaft sein. Den Anfang einer grossen Nati-Karriere macht hoffentlich die Europameisterschaft kommenden Sommer.

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Benaglios Wechsel zu Wolfsburg perfekt

22 Jan

Autor: Hans - Kategorie: Bundesliga, News

Der Schweizer Nationaltorhüter Diego Benaglio wechselt per sofort in die Bundesliga zum VFL Wolfsburg. Der 24-Jährige, der bisher bei Nacional Funchal auf Madeira in Portugal gespielt hat, war der Wunschkandidat des Trainers Felix Magath.

Diego Benaglio dirigiert seine Abwehr 

[Bildquelle: tsr.ch]

Diego Benaglio unterschrieb beim Bundesligaverein einen Vertrag bis 2012 und löst den Deutschen Simon Jentzsch als Nummer 1 ab. Dieser hat vom Verein eine Freigabe zum Wechsel erhalten. Benaglio kennt den Trainer des VFL Wolfsburg, Felix Magath, aus seiner Zeit als Ersatztorwart beim VfB Stuttgart, wo er von 2002-2005 spielte, und unter anderem von Magath trainiert wurde. Nun hat sich Magath an Benaglio erinnert und ihn als seinen neuen Stammtorwart für ca. zwei Millionen Euro Ablösesumme zum Elften der Bundesliage geholt. Magath ist überzeugt, dass sich Benaglio durchsetzen wird: “Er ist ein junger aber nicht unerfahrener Torwart, der hohes Potenzial besitzt. Diego kann und will nach vorne kommen, wie auch der VfL Wolfsburg.” [Quelle: vflwolfsburg.de]

Hoffnung auf erhöhte EM-Chancen

Benaglio hatte seit 2005 auf der Blumeninsel Madeira gespielt und gute Leistungen gezeigt. Jedoch ist die portugiesische bwin-Liga nicht sonderlich im europäischen Blickfeld und Benaglios Leistungen blieben in seinem Heimatland nahezu unregistriert. Durch den Wechsel erhofft sich der junge Torhüter nun erhöhte Chancen Stammtorhüter der Schweiz für die Europameisterschaft 2008 zu werden: “Ich freue mich riesig auf die Bundesliga. Nach dem Wechsel habe ich die Chance, mich mit Blick auf die EM im kommenden Sommer weiter zu verbessern.” [Quelle: swisstxt.ch] Benaglio kämpt mit Pascal Zuberbühler und Fabio Coltorti um den Platz im Tor und hat gegenüber seinen Kontrahenten natürlich den Nachteil, dass er weniger internationale Erfahrung besitzt. Benaglio bestritt bisher sechs A-Länderspiele und vermochte während seinen Einsätzen nicht immer restlos zu überzeugen. Der Wechsel nach Wolfsburg ist aber nun ein klares Signal an Nationaltrainer Köbi Kuhn, der sicher interessiert beobachten wird, wie sich Benaglio in der Bundesliga schlägt.

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Diego Benaglio vor Sprung in die Bundesliga

18 Jan

Autor: Pavel Matousek - Kategorie: Bundesliga, News

Der Schweizer Torhüter ist Wunschkandidat von Felix Magath beim VFL Wolfsburg.

Benaglio
Diego Benaglio 

[Bild: freefotolog.net]

Simon Jentzsch, langjähriger Stammkeeper bei den Wolfsburgern muss seinen Platz beim VFL endgültig räumen. Im Anschluss an das Trainingslager in Albufeira erhielt der 31-jährige die offizielle Freigabe für einen Wechsel. An Stelle von Jentzsch stand in den letzten Partien der Hinrunde Ersatzmann Andre Lenz im Tor. Dieser jedoch erhält von Coach Magath nicht das nötige Vertrauen und wird zu Beginn der Rückrunde wohl wieder als Nummer zwei auf der Bank Platz nehmen müssen.

In der engeren Auswahl für die Nachfolge von Jentzsch stehen nur zwei Namen: Der Deutsche Hans Müller vom englischen Zweitligisten FC Barnsley, und der Schweizer Diego Benaglio von Nacional Funchal, gegenwärtig auf Platz neun der portugiesischen bwin-Liga. Magath kennt die Stärken des Schweizers, holte er ihn doch 2002 als Ersatztorwart hinter Timo Hildebrand zum VFB Stuttgart. Benaglio überzeugte bei Nacional mit einer hervorragenden Hinrunde und erhielt jede Menge Lob von den Medien und den Verantwortlichen im Verein. Ein Sprung in die Bundesliga wäre für ihn im Hinblick auf die Euro jedoch eine grosse Chance, sich etwas mehr ins Rampenlicht zu spielen. Denn über die ganze Vorrunde hin gesehen bot Benaglio die konstantesten Leistungen aller „Nummer eins Kandidaten“ der Schweizer Nationalmannschaft.

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