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November 2007
Monatsarchiv - insgesamt 6 Einträge.

Der FC Thun im Zwielicht

28 Nov

Autor: Manuel - Kategorie: Fanblicke

Der laufende Prozess gegen insgesamt neun beschuldigten Sexualtäter rund um den FC Thun nimmt kein Ende.Die Aussagen der (ehemaligen) Thun Spieler sind mit Vorsicht zu geniessen, sorichtig glauben tut ihnen niemand.Die ganze Fussballschweiz weissüber die Sexualakte der Profisportler mit dem damals 15 jährigen Mädchen Bescheid. Dieses Mädchen, eine begnadete Anhängerin des FC Thun, willigte nicht jeden Geschlechtsverkehr ein, was wiederum eine Straftat bedeuten würde. Thuns Präsident Kurt Weder zeigte sich betrübt und äusserst emotional gegenüber diesem Thema. «Ich kann solche Spieler nicht verstehen. Die Schuldigen werden sich zweifelsohne vom FC Thun trennen müssen», liess Weder letzte Woche verlauten. Seine Tränen in den Augen dürften weniger den betroffenen Spieler gegolten haben, denn seinem Verein, dem nun das Klischee des Schmuddel-Klubs anhängt. Und doch muss die schummrige Geschichte rund um den FC Thun relativiert werden. Marco Hämmerli, Fabian Stoller und Stefan Glarner, dieHauptbeschuldigten, sind keine Übernamen im Schweizer Fussball. Zudem beträgt ihr Altersunterschied zum geschändeten Mädchen nicht mehr als vier, beziehungsweise fünf Jahre - sie alle stammen aus dem Thuner Nachwuchs.  Beschämend ist jedoch sicher auch deren Umgangsform mit dem Mädchen: Um ein so begehrtes Thun-Trikot zu erhalten, musste sie Nacktbilder von sich schicken.Diese zum Teil erheblichen Vorwürfe gegen die Thuner sind nur schwer zu beweisen und im Gegenzug zeigen sich die Spieler alles andere als geständig. Interessant wäre es wohl gewesen,wie die alte Thuner Garde, unter anderem auch Hanspeter Latour, auf diesen Skandal reagiert hätte.

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Die EM-Qualifikation ist entschieden

22 Nov

Autor: Donat - Kategorie: EM, News

EM 2008 ohne England

Die Türkei, Schweden, Portugal und Russland haben sich die verbleibenden Tickets in die Alpen geschnappt. Sensationell ausgeschieden ist England, das zuhause gegen Kroatien 2:3 verlor und Russland in der Tabelle Platz 2 überlassen musste. Als Konsequenz wurde Steve McClaren als Coach bereits entlassen.

Die Reaktion der Englischen Presse

Die Reaktion der englischen Presse. [Bild: www.zdf.de]

Das Spiel auf dem vom tagelangen Regen durchnässten Wembleyrasen begann für die Engländer gar nicht schlecht, man merkte, dass sie sich den zur Qualifikation nötigen Punkt unbedingt holen wollten. Doch schon in der achten Minute folgte die erste kalte Dusche. Der Kroate Kranjčar wurde im Mittelfeld nicht attackiert und feuerte aus 35 Metern einen harten, trockenen Schuss auf das Tor, das zum zweiten Mal von Aston Villas Scott Carson gehütet wurde (das erste Mal am Wochenende gegen Österreich, wo er nicht geprüft wurde). Zum Entsetzten der britischen Anhänger liess Carson den kurz vor ihm aufgesetzten Schuss unbeholfen ins Netz passieren. Die Reaktion der Engländer auf diesen Rückschlag war aber vorbildlich, sie legten einen Zacken zu und kamen nach schnellem Zusammenspiel im Mittelfeld zu Chancen. Die beste davon vergab Wright-Phillips von Chelsea, der den Ball im Strafraum von Peter Crouch zugespitzelt bekam, aber aus halbrechter Position nicht verwerten konnte. In der 14. Minute konnten sich die Kroaten von der Umklammerung lösen. Mit einem Befreiungsschlag aus der Abwehr und zwei Kopfbällen wurde das Mittelfeld schnell überbrückt. Eduardo konnte den Ball Richtung Strafraum tragen, nur zaghaft von drei Verteidigern angegriffen spielte er den Ball ideal in den Lauf von Olić, der keine Mühe hatte das 0:2 zu erzielen. Jetzt wussten die Briten nicht mehr wie ihnen geschah, ihr Spiel war nun nicht mehr zusammenhängend und trotz Willen und Einsatz gelang ihnen bis zur Pause nichts mehr, was die Kroaten hätte in Bedrängnis bringen können. Die Kroaten ihrerseits, wahrscheinlich selbst etwas überrascht von der Führung, konzentrierten sich vor allem auf die solide Defensive.

Nach der Pause war wieder mehr Ordnung im Spiel, doch die Engländer zeigten keine Ideen, viel zu oft spielten sie den langen Ball auf den Zweimetermann Crouch, der zwar fast alle Bälle erreichte, aber kaum etwas damit anzustellen wusste, auch weil sich die Mitspieler nur mässig freiliefen. Im Mittelfeld störten zudem die Kroaten erfolgreich, besonders der wendige Luka Modrić machte ein sensationelles Spiel und gewann fast alle Zweikämpfe. Nach 56 Minuten erhielten die Engländer einen schmeichelhaften aber berechtigten Elfmeter zugesprochen, das Leibchenhalten des kroatischen Verteidigers, bei einem hohen, aber ungefährlichen Freistoss, war unnötig und offensichtlich. Frank Lampard verwandelte und brachte die Hoffnung ins ausverkaufte Wembley zurück. Die „three lions“ hatten in der Folge deutlich mehr vom Spiel und spielten kompromisslos nach vorne, denn es war immer noch ein Tor von Nöten. In der 65. Minute kam der Ball nach einer Eroberung im Mittelfeld zum eingewechselten Beckham, der den Ball zur Mitte flankte. Peter Crouch nahm dieses Zuspiel aus vollem Lauf mit der Brust an und setzte den Ball direkt mit seinem rechten Fuss in die Maschen, ein sensationelles Tor des Stürmers vom FC Liverpool, welches die Reise in die Alpen doch wieder sehr konkret erscheinen liess. Doch unmittelbar danach reagierten die Kroaten vehement. Den ersten Versuch konnte der allgemein überforderte Bridge unterbinden, allerdings hätte er beinahe ein Eigentor fabriziert, seine Intervention vor Stürmer Olić landete auf der Lattenoberkannte. Der anschliessende Eckball führte zu einem starken Kopfball, den Torhüter Carson gerade noch parieren konnte. Nach dieser Shockminute kehrte für zehn Minuten Ruhe ein, ehe Kroatien wieder einen Angriff über links lancierte. Der Ball kam zum eingewechselten Mladen Petrić (ex FCB, GC) der aufgrund erneut zu zaghafter Gegenwehr aus 25 Metern präzise schoss und traf. Auf dieses Tor hatten die Engländer keine Antwort mehr, bis auf eine verpasste Möglichkeit Darren Bents, und müssen so nach 1984 wieder an einer EM-Endrunde zuschauen.

Mitbegründet werden kann diese Niederlage natürlich auch durch die verletzungsbedingten Absenzen mehreren Leistungsträger. Die Verteidigung hiterliess nicht den sichersten Eindruck, mit Terry und Ferdinand hätte das sicher anders ausgesehen; die Tore zwei und drei der Kroaten wären durch bessere Defensivarbeit sicherlich zu verhindern gewesen. In der offensive fehlten Rooney und Owen die die Kroaten wahrscheinlich mehr hätten unter Druck setzten. Der englische Fussballverband hat jedenfalls schon die erwartete Konsequenz gezogen und den Coach Steve McClaren entlassen. Die englische Presse fleht nach Jürgen Klinsmann, die Fans sähen gerne José Mourinho als Nachfolger. Ob sich einer von ihnen auf dieses Amt einlässt, wird sich noch zeigen. Erst müssen die Spieler und das Volk mit dieser Niederlage fertig werden.

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EM-Quali am Samstag

19 Nov

Autor: Donat - Kategorie: News

Freude, Tristesse und anhaltende Spannung

Die Qualifikationsspiele für die EM 08 gestern Samstag brachten verschiedene Entscheidungen, verschiedene Gewinner und Verlierer.

Gruppe A

Finnland - Aserbaidschan 2:1 (0:0)

Polen - Belgien 2:0 (1:0)

Portugal - Armenien 1:0 (1:0)

Serbien - Kasachstan verschoben

Mann des Spiels für Polen war Ebi Smolarek, der mit seinen beiden Toren (45. Minute, 49.) die erste EM-Qualifikation seines Landes zur Tatsache machte. Den zweiten Platz machen Finnland und Portugal unter sich aus. Die Finnen konnten eine herbe Blamage zu Hause gegen Aserbaidschan gerade noch abwenden. Nachdem sie in der 63. Minute unverhofft in Rückstand geraten waren, konnten sie erst in der 79. (Forssell) reagieren und in der 86. mit einem Tor von Kuqi doch noch den wichtigen Sieg feiern. Am Mittwoch erwartet sie das Entscheidungsspiel auswärts gegen das punktgleiche Portugal, das seinerseits mit einem 1:0 (42. Hugo Almeida) gegen Armenien die Pflicht erledigte.

Gruppe B

Schottland - Italien 1:2 (0:1)

Litauen - Ukraine 2:0 (1:0)

Im entscheidenden Spiel in dieser Gruppe sind die Würfel gefallen. Die tapferen „Bravehearts“ aus Schottland, die gegen die letztjährigen WM-Finalisten kurz vor einer Sensation standen, müssen ihre Segel streichen. Mit dem Auswärtssieg der Squadra Azzurra ist das Weiterkommen Italiens aber auch Frankreichs definitiv, die Schotten sind ausgeschieden. Schon in der zweiten Minute schockte Bayern-Star Luca Toni die Sympathisanten des Heimteams mit dem 0:1. Die Schotten zeigten ihren berüchtigten Kampfwillen und spielten v.a. in der zweiten Halbzeit stark, was mit dem Ausgleich von Ferguson in der 65. Minute belohnt wurde. Aber in der Nachspielzeit zerstörte Christian Panucci die leisen Hoffnungen, die den Schotten mit der Punkteteilung noch geblieben wären. Er traf mit dem Kopf nach einen Freistoss Pirlos.

Im für die Entscheidung unwichtigen Spiel besiegte Litauen die Ukraine durch Tore von Savenas (41.) und Danilevicius (67.).

Gruppe C

Moldawien - Ungarn 3:0 (2:0)

Norwegen - Türkei 1:2 (1:1)

Griechenland - Malta 5:0 (1:0)

Die Türken haben nach einem Negativtrend im entscheidenden Moment die Wende vollbracht. Norwegen wäre mit einem Heimsieg qualifiziert gewesen und die Skandinavier gingen auch früh durch Hagen in Führung. Erst dann reagierten die Gäste, Emre markierte in der 31. Minute das 1:1. Nach genau zwei Drittel der Spielzeit schoss Nihat die Türken mit dem letzten Treffer der Partie ins Glück; mit diesem Sieg haben sie die Qualifikation im Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina in den eigenen Händen, den unglücklichen Norweger, die auswärts auf Malta antreten werden, bleibt nur noch die Hoffnung.

Die bereits qualifizierten EM-Titelverteidiger aus Griechenland durften gegen Malta fünf Tore bejubeln. Theofanis Gekas, der Stürmer von Bayer Leverkusen, traf drei Mal (32., 72., 74.).

Gruppe D

Wales - Irland 2:2 (1:1)

Deutschland - Zypern 4:0 (2:0)

Tschechien - Slowakei 3:1 (1:0)

In der Gruppe D war schon vor dem gestrigen Spieltag die Spannung gewichen, Deutschland und Tschechien waren bereits qualifiziert. Das grossbritische Duell zwischen Wales und Irland bot deswegen wegen dem Derby-Charakter die meiste Spannung. Die Waliser konnten zu Hause in Cardiff durch Koumas in der 23. Minute in Führung gehen, doch nur acht Minuten später glich der Ire Robbie Keane aus. In der zweiten Halbzeit legten die Iren ihrerseits durch Doyle in der 60. Minute vor, der Ausgleich kam aber eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit durch einen verwandelten Foulpenalty Koumas’.

Das tschechoslowakische Duell kann man natürlich auch als Derby bezeichnen, jedoch sind dort die Stärkeverhältnisse momentan klar. Das bestätigt auch die Tatsache, dass die Tschechen alle vier Tore in dieser Partie selbst erzielten, Galasek traf in der 79. jedoch das falsche Gehäuse zum zwischenzeitlichen 2:1. Vier Zeigerumdrehungen später erzielte aber der Arsenal-Söldner Rosicki das Tor zum 3:1 Endstand.

Beim 4:0 Deutschlands über Zypern konnte sich vor allem einer hervortun, der in letzter Zeit etwas unten durch musste: Lukas Podolski. Der Bayern-Reservist schoss ein Tor selbst (53.) und bereitete die Tore von Fritz (2.), Klose (20.) und Hitzelsberger (82.) vor.

Gruppe E

Andorra - Estland 0:2 (0:1)

Israel - Russland 2:1 (1:0)

Mazedonien - Kroatien 2:0 (0:0)

Das Spielfreie England muss in dieser Gruppe als grosser Gewinner dieser Runde gewertet werden. Mit der Niederlage Russlands können sie sich nun aus eigener Kraft im Heimspiel gegen Kroatien für die EM 08 qualifizieren. Die Kroaten profitieren auch vom Schnitzer der Russen, denn sie können die Reise in die Alpen nächsten Sommer nun definitiv planen. Russland geriet in Israel schon nach zehn Minuten in Rückstand, Barda hatte getroffen. In der zweiten Halbzeit konnten sie zwischenzeitlich durch Biljaletdinow ausgleichen, kassierten aber in der 92. Minute in ihrem unbedingten Sturmlauf den K.O.-Schlag Israels in Form des siegbringenden Tors des enteilten Golan.

Die Kroaten werden ihre Niederlage gegen Mazedonien wohl schnell verdrängt haben, als sie die Kunde aus Tel Aviv vernommen haben. Sie konnten die Tore von Maznov (71.) und Naumoski (79.) nicht verhindern.

Gruppe F

Lettland - Liechtenstein 4:1 (2:1)

Nordirland - Dänemark 2:1 (0:0)

Spanien - Schweden 3:0 (2:0)

Die Spanier haben sich die Qualifikation mit dem diskussionslosen Sieg über Schweden definitiv gesichert. Die Iberer gingen durch ein Tor der Innenverteidiger Capdevilla in der 14. Minute in Führung und stellten noch in der ersten Halbzeit das 2:0 her, Iniesta zeigte sich dafür besorgt. Nach 65. Spielminuten machte Sergio Ramos mit seinem 3:0 alles klar. Die Schweden ihrerseits können sich mit einem Punkt im Heimspiel gegen Andorra das EM-Ticket sichern.

Nordirland hat sich mit seinem Sieg über Dänemark zwar noch das letzte Quäntchen Hoffnung gewahrt. Feeney (62.) und Healy (80.) wendeten die Führung der Dänen durch Bendtner (51.). Für das Weiterkommen der Nordiren müsste Fortuna aber ein grösseres Fussballwunder auslösen, denn zum einen müsste Schweden gegen Andorra verlieren, aber zum anderen wäre für sie selbst ein Sieg auswärts gegen Spanien notwendig.

Unseren Nachbarn aus Lichtenstein gelang es in Lettland nicht, ihren dritten Qualifikationssieg einzufahren. Sie gingen zwar in der 13. Minute durch ein Eigentor Zirnis’ in Führung, doch die währte nur eine Minute, ehe Karlsons ausglich. Bis zum Schlusspfiff gelangen den Letten noch drei weitere Tore zum 4:1 Schlusstand.

Gruppe G

Bulgarien - Rumänien 1:0 (1:0)

Albanien - Weissrussland 2:4 (2:2)

Niederlande - Luxemburg 1:0 (1:0)

In der Gruppe G können die Spiele am Mittwoch keine entscheidenden Änderungen mehr bringen. Rumänien und Holland liegen mit je 26 Punkten uneinholbar mit vier Punkten Vorsprung auf Bulgarien auf den Rängen 1 und 2.

Bulgarien konnte zwar gegen Rumänien mit 1:0 gewinnen, Dimitrov erzielte schon nach sechs Minuten das entscheidende Tor, doch weil Holland gegen seinen Nachbarn Luxemburg einen knappen Pflichtsieg einfuhr ist alles klar. Das entscheidende Tor für die Niederländer erzielte Koevermans kurz vor der Pause.

Dreimal so viele Tore wie in den beiden genannten Spielen gab es in Tirana, wo Weissrussland nach einem 2:2 zur Pause in der zweiten Halbzeit noch zwei weitere Tore zum Auswärtssieg über Albanien gelangen. Gegen vorne war für diese zwei Teams in der Tabelle aber schon lange nichts mehr zu machen, sie liegen mit 11 (Albanien), respektive 10 Zählern auf den Rängen 4 und 6.

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Hoeness’ Wutausbruch gegen eigene Fans

19 Nov

Autor: Yves - Kategorie: Bundesliga

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München kam es zu einem Eklat. Bayerns selbst ernannte “Abteilung Attacke” in Persona von Manager Uli Hoeness startete zum Fronalangriff. Diesmal war der Adressat jedoch niemand vom DFB, der DFL, vom SV Werder Bremen oder von der BILD-Zeitung. Honess wütete gegen die eigenen Fans!

“Was glaubt Ihr, wer Ihr seid?!?” schimpfte Bayerns Manager Uli Hoeness an der Jahreshauptversammlung Richtung eigener Fans. Diese hatten es gewagt, die Stimmung in der prunkvollen Allianz Arena zu kritisieren. Besonders wegen den vielen VIP’s sei in der Tiefgarage mehr los als im Stadion (”Mit dem Sektglas in der Hand gibt es keine Laola-Welle!”).


Uli Wüterich
(Bildquelle: www.sf.tv)

“Ihr seid für die Scheiss-Stimmung verantwortlich!” giftelte Hoeness zurück. “Dann müsst Ihr Euch einen Verein in der 3. Liga suchen! Mit Euren sieben Euro für die Südkurve lässt sich eben keine Allianz Arena für 340 Millionen Euro finanzieren!”

Unentschuldbarer Affront

Wie kann ein so erfahrener Manager die eigenen Fans so schäbig behandeln? Wie wirken solche Worte auf einen Bayern-Fan, welcher den letzten Euro für eine Eintrittskarte zusammenkratzen muss? Sicherlich ein brutaler und unentschuldbarer Affront.

Allianz Arena ist eine Networking-Plattform

Es versteht sich von selbst, dass die Einnahmen aus den Eintrittspreisen für einen Verein von der Grössenordnung des FC Bayern München nur noch Peanuts sind. Die modernen Fussballarenen mit ihren schmucken VIP-Logen dienen heutzutage als Networking-Plattform für die Wirtschaftsgrössen. Die Wartelisten sind ellenlang. Firmen sind bereit, hierfür exorbitante Preise zu bezahlen.

Am meisten Geld bringen die TV-Einnahmen

Die harten Fans hingegen bringen zwar nicht so viel bares Geld ins Haus, garantieren jedoch für die Attraktivität eines Vereins gegenüber den TV-Anstalten. Fürs Fernsehen sind heissblütige Fans tausendmal interessanter, wie Häppchen mampfende VIP’s aus der Wirtschaftswelt, welche nicht einmal zur C-Prominenz gehören. Mit Verlaub, Herr Hoeness: Sie sollten wissen, wie viel Kohle die TV-Einnahmen bringen….

Heterogene Bayern-Fans

Wie kann man jetzt noch Bayern-Fan sein? Bayern München war in der Tat noch nie ein Verein, welcher für seine stimmgewaltigen und kreativen Fans bekannt war. Zwar hat der FC Bayern München die meisten Fans in ganz Deutschland verteilt und am meisten Mitglieder, jedoch keine Fankultur. Die Fans sind zu heterogen und zu wenig organisiert. Im Vergleich zu Vereinen aus dem Ruhrgebiet oder dem Rheinland gibt der FC Bayern München ein jämmerliches Bild ab.

Schwache lokale Fanszene

Das zeigte sich besonders im alten Olympiastadion an den Zuschauerzahlen während den Europacup-Spielen unter der Woche. Wenn der Gegner nicht gerade Manchester United oder Real Madrid hiess, verirrten sich keine 20′000 Zuschauer im weiten Rund. Die lokale Fanszene ist eben vernichtend klein. Den Fans aus ganz Deutschland war die Anreise unter der Woche unmöglich. In der Allianz Arena ist hingegen das Stadion der heimliche Star, ein Selbstläufer.

Lokale Bevölkerung liebt die kleineren Vereine

Die Stadt München ist in dieser Hinsicht nicht anders als Turin, Madrid oder Manchester. In all diesen Städten unterstützt die lokale Bevölkerung den kleineren Bruder der Grossklubs. Der durchschnittliche Münchner ist ein 60er, der Turiner ein Fan des AC Torino, die Madrilenen unterstützen Atletico und die Bevölkerung Manchesters supportet mehrheitlich die City.

Fazit: Grossklubs sind etwas für die Weltpresse. Wer Fankultur sucht, findet sie bei den kleineren Clubs.